Vorsorgemöglichkeiten
Um Krankheiten wie Krebs frühzeitig zu erkennen, sind regelmäßige Untersuchungen auch ohne vorangegangene Beschwerden sehr wichtig.
Die häufigsten urologischen Krebserkrankungen
Prostatakrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Männern. Die Krankenkassen empfehlen und bezahlen eine regelmäßige Vorsorge ab dem 45. Lebensjahr. Ein erhöhtes Risiko haben Sie, wenn Ihr Vater oder Bruder bereits an Prostatakrebs erkrankt ist. Weil die Erkrankung keine Frühsymptome zeigt und zunächst keine Beschwerden verursacht, ist die Vorsorgeuntersuchung so wichtig.
Harnblasenkrebs ist der zweithäufigste Tumor in der Urologie. Zwei Drittel der Fälle betreffen Männer und ein Drittel Frauen. Als früher Warnhinweis kann in manchen Fällen ein schmerzloser Blutabgang beim Wasserlassen auftreten. Das Risiko erhöht sich deutlich für Raucher sowie durch häufigen Kontakt mit Lacken, Teeren, Lösungsmitteln und Haarfarbstoffen – z.B. für Maler, Schreiner, Chemiearbeiter oder Friseure.
Nierenkrebs betrifft in Deutschland jährlich etwa 15.000 Menschen, meist zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr. Die Erkrankung zeigt keine Frühsymptome und verursacht zunächst keine Beschwerden.
Untersuchungsangebote
Jeder Mann ab dem 45. Lebensjahr hat den gesetzlichen Anspruch auf eine jährliche urologische Krebsfrüherkennung, die das Abtasten der Prostata des Enddarms und der äußeren Geschlechtsorgane.
Diese Leistungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig übernommen.
Durch die gesetzliche Krebsfrüherkennung können nicht alle urologischen Tumore rechtzeitig festgestellt werden. Die in 2025 aktualisierte Leitlinie zur Früherkennung des Prostatakarzinoms legt den Fokus eindeutig auf den PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen). Die Bestimmung ist aktuell keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Deshalb bieten wir in unserer Praxis eine erweiterte Krebsvorsorge an:
Diese zusätzlichen Leistungen werden privat nach der Gebührenverordnung für Ärzte abgerechnet.
Im Detail
Eine Blutwertbestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) kann die Früherkennung von Prostatakrebs um 50 Prozent verbessern. Die urologische Fachgesellschaft empfiehlt diesen Test, auch wenn der Blutwert in Einzelfällen durch eine Entzündung oder eine gutartig vergrößerte Prostata erhöht sein kann.
Zusätzlich bieten wir eine transrektale Ultraschalluntersuchung der Prostata (TRUS) über den Enddarm an. Die genaue Diagnostik der Vorsteherdrüse kann kritische Gewebeveränderungen aufzeigen. Eine vollständige Ultraschalluntersuchung des gesamten Harntraktes beinhaltet bei Männern und Frauen eine Beurteilung der Harnblase sowie beider Nieren. Dabei werden größere Blasentumoren, Fehlbildungen der Blase und Blasensteine entdeckt. Tumore der Niere verursachen keine Frühsymptome, sind aber im Frühstadium fast immer heilbar.
Eine mikroskopische Urinuntersuchung und Ultraschalluntersuchung der Blase empfehlen wir Risikogruppen wie Rauchern und allen, die viel Kontakt mit Lacken, Teeren und Lösungsmitteln haben.
Unser FazitMit einer erweiterten Krebsvorsorge bieten wir Ihnen sowohl etablierte als auch neue sichere Untersuchungsmethoden zur Erkennung von urologischen Erkrankungen an, die aus fachärztlicher Sicht sehr zu empfehlen sind. Diese zusätzlichen Leistungen werden privat nach der Gebührenverordnung für Ärzte abgerechnet.